Mit ist nur gerade danach, meinen schon lange anhaltenden Trennungsschmerz mit meinen zwei Leserinnen zu teilen. Denn heute wurde die Wunde nochmal so richtig aufgerissen. Und das schon das zweite Mal. Hier ist die Geschichte: Vor eineinhalb Jahren wurde mein schönes, geliebtes Batavus Hollandrad geklaut. Ich hatte es wirklich gern gehabt und saß lange in der Ecke, mit Tränen in den Augen und einem Glas Fencheltee zwischen den Händen. Doch die Wärme des Tees und alle noch so gut gemeinten Worte meiner engsten Angehörigen könnten mein zutiefst erschüttertes Herz nicht trösten. Der Flying Dutchman war einfach nícht mehr da. Irgendwann im letzten Sommer dann dachte ich, den Holländer wiedererkannt zu haben. Doch – schon war er mit seinem neuen Lover vorbeigerauscht und ich hatte keine Gelegenheit, auch nur ein Wort zu rufen. So war er halt schon immer, schweigsam und rasch. Ich ging an diesem Sommertag nach Hause und schaffte es, mir einzureden, dass die Begegnung nur ein Film in meinem Kopf, dass das alles gar nicht passiert war.
Doch dann heute morgen der Schock am Kottbusser Tor. Genau der alte Plastik-Kettenschutz, genau die Lackkratzer, genau die verschiedenfarbigen Mäntel auf Vorder- und Hinterrad. Es war der Flying Dutchman, direkt neben mir an der Ampel. Mein Flying Dutchman, dachte ich da so und wollte gerade zur Schimpftirade ansetzen, dass das ja wohl mein Rad sei und was sich die Person überhaupt dabei denke, dieses Rad zu fahren. Doch dann sah ich das glückliche Lächeln auf dem Gesicht der Fahrerin und musste mich erinnern, wie ich einst so glücklich mit dem, ja genau dem Rad gewesen war. Ich konnte das ihr aufs Gesicht geschriebene Gefühl gut nachvollziehen. Und dann konnte ich plötzlich nichts mehr sagen. Schließlich hatten sich meine Wege und die der tollen Hollandkarosse schon vor langer Zeit getrennt, und wer weiss, was seitdem passiert war. Dann musste ich an die vier anderen Räder denken, mit denen ich regelmäßig fahre. Wie wäre es für die, wenn der Flying Dutchman plötzlich zurück käme?
Natürlich war die Ampel an dieser Stelle schon wieder grün geworden und das Hollandrad samt glücklicher Fahrerin hatten sich in Bewegung gesetzt. Noch einmal fuhr ich mit meinem flinken Crossradverschnitt an den beiden vorbei und warf einen unauffälligen Blick hinüber. Sie waren glücklich miteinander, und ich hatte nach der erklauten Trennung mit meinen anderen Rädern auch gut gelebt. Die beiden bogen in die Adalbertstrasse ab, ich fuhr weiter Richtung Prinzenstrasse. Es ergäbe einfach keinen Sinn, jemandem auf so einer Basis das Rad zu entreissen. Auch wenn die Erinnerung an die schöne Zeit zusammen jetzt noch leicht traurig nachhallt.
Doch dann heute morgen der Schock am Kottbusser Tor. Genau der alte Plastik-Kettenschutz, genau die Lackkratzer, genau die verschiedenfarbigen Mäntel auf Vorder- und Hinterrad. Es war der Flying Dutchman, direkt neben mir an der Ampel. Mein Flying Dutchman, dachte ich da so und wollte gerade zur Schimpftirade ansetzen, dass das ja wohl mein Rad sei und was sich die Person überhaupt dabei denke, dieses Rad zu fahren. Doch dann sah ich das glückliche Lächeln auf dem Gesicht der Fahrerin und musste mich erinnern, wie ich einst so glücklich mit dem, ja genau dem Rad gewesen war. Ich konnte das ihr aufs Gesicht geschriebene Gefühl gut nachvollziehen. Und dann konnte ich plötzlich nichts mehr sagen. Schließlich hatten sich meine Wege und die der tollen Hollandkarosse schon vor langer Zeit getrennt, und wer weiss, was seitdem passiert war. Dann musste ich an die vier anderen Räder denken, mit denen ich regelmäßig fahre. Wie wäre es für die, wenn der Flying Dutchman plötzlich zurück käme?
Natürlich war die Ampel an dieser Stelle schon wieder grün geworden und das Hollandrad samt glücklicher Fahrerin hatten sich in Bewegung gesetzt. Noch einmal fuhr ich mit meinem flinken Crossradverschnitt an den beiden vorbei und warf einen unauffälligen Blick hinüber. Sie waren glücklich miteinander, und ich hatte nach der erklauten Trennung mit meinen anderen Rädern auch gut gelebt. Die beiden bogen in die Adalbertstrasse ab, ich fuhr weiter Richtung Prinzenstrasse. Es ergäbe einfach keinen Sinn, jemandem auf so einer Basis das Rad zu entreissen. Auch wenn die Erinnerung an die schöne Zeit zusammen jetzt noch leicht traurig nachhallt.
Apropos Fahrrad, heute Abend ist bei den Lanternes Rouges in den Gelegenheiten wieder Fahrradworkshop angesagt. Und apropos Kottbusser Tor, hier noch ein süper Video der Berliner Kombo GEFFEN³ zum Thema.
1 Antwort auf “Es geht noch nicht wirklich weiter.”